Beispiele aus der Rechtsprechung

LG Düsseldorf
13.01.1999
NJW-RR 2000, 30

Erschütterungsbeeinträchtigungen, die von dem Betrieb einer Straßenbahn ausgehen, können selbst dann nicht abgewehrt werden, wenn die Erschütterungen die Grenzwerte der entsprechenden DIN-Norm deutlich überschreiten. Die von der Straßenbahn ausgehenden Erschütterungen sind ortsüblich und können auch nicht durch wirtschaftlich zumutbare Maßnahmen verhindert werden.

BGH
20.11.1998
NJW 1999, 1029

Sprengungsbedingte Erschütterungen, die einen erheblichen Sachschaden an einem Gebäude des beeinträchtigten Grundstücks verursacht haben, sind auch dann wesentlich im Sinne von § 906 I BGB, wenn die Grenzwerte für Schwingungsgeschwindigkeiten eingehalten oder sogar unterschritten worden sind.

OLG Hamm
30.03.2000
NVwZ 2000, 379

Zu den Voraussetzungen eines Entschädigungsanspruchs aus enteignendem oder enteignungsgleichen Eingriff, wenn Schwerlastverkehr auf öffentlichen Straßen auf das Anliegergrundstück einwirkende Erschütterungen verursacht.

OLG Hamm
14.01.1991
NJW-RR 1991, 601

Erschütterungen, die im Rahmen von Straßenbauarbeiten von einer Vibrationswalze ausgehen, können zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Anliegergrundstücks führen. Durch die Erschütterungen hervorgerufene Schäden an der Bausubstanz führen zu einem Schadensersatzanspruch.

OLG Schleswig
09.03.2006
OLG Report Celle 2007, 93

Zur Haftung einer Gemeinde für Erschütterungsschäden bei Straßenbauarbeiten wegen vermeidbarer Schäden nach Einsatz eines Rüttlers.

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